Winterwandern im Lechtal – Teil 3: Körbersee

Nach zwei Touren Winterwandern im Mittleren Lechtal geht es nun weiter hinauf zu einer Tour oberhalb vom Skiort Warth. Dazu bringt uns der Linienbus von Holzgau in ca. einer halben Stunde zum Hochtannbergpass hinauf. Dort erwartet uns eine andere Welt.

Auf präparierten Wegen zum Körbersee
Auf präparierten Wegen zum Körbersee

Tag 4: Winterwandern vom Hochtannbergpass zum Körbersee

Heute steigen wir schon um 9:15 Uhr in den Bus. Das ist früher als sonst, aber immer noch sehr moderat. Der Himmel ist wieder blau und eine halbe Stunde später verlassen wir den Bus am Hochtannbergpass auf 1660 Metern Höhe.

Vom Parkplatz des Salober-Lifts wandern wir oberhalb des Kalbelesees auf präparierter Piste sanft bergauf. Wie eine Murmelbahn windet sich die frische Spur durch den Schnee: Auf und Ab in vielen Kurven um Felsformationen und Baumgruppen herum.

Winterwandern am Hochtannbergpass
Winterwandern am Hochtannbergpass

Die Aussicht auf die mächtigen Berge rundherum ist fantastisch. Besonders markant sind der Biberkopf und der Große Widderstein mit knapp über und knapp unter 2500 m Höhe. Heute morgen ist außer uns kaum jemand unterwegs. Nur eine Fußspur von Mensch und Hund durchbricht und die sauber präparierte Route.

Bei blauem Himmel sieht alles gut aus ...
Bei blauem Himmel sieht alles gut aus …

So erreichen wir den Salober-Sattel, hinter dem es hinab zum Körbersee geht. Von den Seen selbst ist beim Winterwandern natürlich nichts zu sehen. Die Wasserflächen sind vereist und zugeschneit. Nur ein Steg, der ins Nichts zu führen scheint, weist auf den See hin. Aber die ebene Fläche im Talgrund lässt seine Ausdehnung erahnen.

Der Körbersee - beim Winterwandern unter einer Schneedecke
Der Körbersee – beim Winterwandern unter einer Schneedecke

Bevor wir den See erreichen, legen wir einen kurzen technischen Stopp im Berghotel Körbersee ein. Dann geht es noch ein paar Meter hinab und rund um den See. Die verschneite Hochgebirgsszenerie ist einmalig. Steile Wände, hohe Gipfel und einzelne Bäume prägen die verschneite Landschaft. Viele Spuren von Wildtieren wie Hasen und weinige Spuren von einzelnen Schneeschuhgängern sind zu sehen.

Angeln verboten ... wie auch?!
Angeln verboten … wie auch?!

Nach Vollendung der Seerunde kehren wir in der Gaststätte ein. Ein paar Winterwanderer zieht es nach drinnen, andere genießen die Sonne draußen auf der aussichtsreichen Terrasse. Nach und nach füllt sich die Gaststätte auch mit Skifahrern, die vom nahen Lift heruntergefahren sind.

Der eine so ... der andere so ...
Der eine so … der andere so …

Anschließend geht es auf der Route über den Salober-Sattel zurück. Die Aussicht auf die Berge wirkt noch einmal ganz anders, zumal die Sonne nun deutlich höher steht.

Winterwandern am Körbersee
Winterwandern am Körbersee

An einer Gabelung halten wir uns rechts und wenden uns diesmal auf die andere Seite des Kalbelesees, um zu den Saloberliften zurück zu kommen. Dort halten wir uns aber nicht auf, sondern wandern noch eine Etage weiter hinab zur Jägeralpe, einem großen Berghotel.

Rückweg zur Jägeralpe
Rückweg zur Jägeralpe

Da die Wirte uns dort nicht draußen in der Sonne sitzen lassen wollen, nehmen wir direkt den nächsten Bus und sind so eine halbe Stunde später wieder am Hotel in Holzgau.

Lüftlmalerei in Holzgau
Lüftlmalerei an den Häusern in Holzgau

Die gesamte Wanderroute hatte eine Länge von 9 km. Das bedeutete für uns eine reine Gehzeit von ca. 3 Stunden, während der wir 250 m aufstiegen und 340 m wieder hinab.

Die Route erkennst Du auf der Seite mit der Karte, dem Höhenprofil und dem GPS-Track.

Die vorherigen Tage der Winterwanderreise findest Du hier ab Tag 1.

Weiter geht es mit Teil 4 und der Tour auf dem Lechweg.

Ein Kommentar

  1. Das war meiner Ansicht nach der schönste Wandertag in der Woche , sehr kalt mit strahlender Sonne , fast wie in einer weißen Wüste . Dort hat mir sehr gut gefallen . Schon die Überfahrt war einmalig dorthin.

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