Andalusien: Wandern im März

Bergpfade und weiße Dörfer zwischen Casares, Marbella und Mijas

Im März muss man schon etwas suchen, wenn man bei warmen Temperaturen, wenig Regen und einer hohen Sonnenwahrscheinlichkeit wandern will. Unsere Wahl viel auf Marbella in Andalusien, wo der Frühling i.d.R. schon früh Einzug hält und wo an der Costa del Sol das trockenste Klima Europas zu hause ist. Also perfekte Voraussetzungen für das Wandern im März.

Zistrosen blühen in der Macchia.
Zistrosen blühen in der Macchia.

Mittwoch: Anreise nach Marbella

Heute geht es los nach Andalusien. Im Vorfeld drohten diverse Hindernisse, z.B. der Streik der Lokführer oder der Streik der Gewerkschaft Verdi am Frankfurter Flughafen. Aber die Streiks sollen erst Mittwoch Abend beginnen, und so entwischen wir im Laufe des Tages gerade noch knapp dem kühlen Deutschland und landen nachmittags im warmen und sonnigen Malaga.

Hier erwartet uns schon ein Busfahrer, der uns die 50 km nach Marbella ins Hotel fährt. Wir beziehen unsere Zimmer, einige erkunden schon mal die nähere Umgebung des Hotels und um 19 Uhr treffen wir uns zu einer kurzen Vorbesprechung und zum anschließenden Abendessen.

Donnerstag: Stadtrundgang Marbella … erst mal akklimatisieren

Heute steht noch keine richtige Wanderung auf dem Programm. Dafür erkunden wir im Laufe des Vormittags die attraktive Altstadt von Marbella. Wir schlendern durch die Gassen, freuen uns an einem Ortskern, der noch auf die maurische Zeit zurückgeht und der schön restauriert wurde. Viele Gassen sind mit Blumen geschmückt und auf lauschigen oder belebten Plätzen sitzen die Menschen in der Sonne beim Kaffee.

Lauschige Plätze in der Altstadt von Marbella
Lauschige Plätze in der Altstadt von Marbella

Unser Rundgang durch die Altstadt berührt natürlich auch berühmte Plätze wie die Plaza de los Naranjos, den Kirchplatz, die Reste der alten Stadtmauer und die Türme der Burg. Schließlich erreichen wir die Markthalle von Marbella, in der man sich gut mit Kleinigkeiten für ein Picknick versorgen kann. Der eine oder andere trinkt noch einen Kaffee in der Sonne, bevor wir nachmittags einen Strandspaziergang Richtung Puerto Banús beginnen.

Zuerst macht das Wetter noch gut mit, als wir die Strandpromenade entlang gelaufen. Viele Menschen sitzen noch draußen vor den Bars und schauen über ihre Kaffeetassen auf´s Meer. Und einige Restaurants werden fit gemacht für die beginnende Saison. Nach und nach wandern wir aus dem Trubel Marbellas hinaus, es wird etwas ruhiger, aber der Himmel verdunkelt sich zusehens. Irgendwann fängt es dann an zu regnen.

Leider brauchen wir noch eine ganze Weile bis Puerto Banús, so dass viele von uns schon relativ nass dort ankommen. Da der Genuss des Kaffees in einer Strandbar in nassen Klamotten sowieso eher begrenzt ist, entscheiden wir uns für den nächsten Bus und fahren mit ihm zurück nach Marbella. Unmittelbar vor der Hoteltür ist eine Bushaltestelle, so dass wir aus dem Bus direkt ins Hotel fallen können.

Später treffen wir uns zum Abendessen. Wie immer wird uns das Menü vorgelesen und wir suchen uns aus jeweils drei Optionen einen ersten Gang, einen zweiten Gang und einen Nachtisch aus. Es sollte sich herausstellen: Das Essen war immer sehr gut.

Nach dem Essen zieht es die meisten noch zu einer Flamenco Veranstaltung, die wenige Meter vom Hotel einen Einblick in die andalusische Seele gewährt.

Freitag: Wandern über den Pass Puerto de Marbella

Heute steht unser erster richtiger Wandertag an. Die Voraussetzungen sind gut. Die Wetterprognose kündigt Sonnenschein an und der Bus holt uns um 9 Uhr direkt vor der Tür ab. Das mit dem Bus klappt perfekt, das mit dem Wetter weniger. Wir wandern zwar in der Sonne los, aber bald schon fängt es an zu regnen. Trotzdem genießen wir den Aufstieg vom Stadtrand Marbellas durch Wald, Macchia und Felslandschaften zum Pass Puerto de Marbella.

Auf dem Weg zum Puerto de Marbella
Auf dem Weg zum Puerto de Marbella

Dort legen wir in einer Regenpause auf einigen Felsen unter Kiefern eine Picknickpause ein. Anschließend soll es noch auf den nahe gelegenen Gipfel Cruz de Juanar (1164 m) gehen. Schon gleich nach der Pause fängt es aber wieder an zu regnen und der Aufstieg wird immer glatter und rutschiger. Die Kalkfelsen sind mit einem schmierigen Film überzogen und dazwischen sammelt sich rutschiger Leben. Da es auch immer steiler wird, geben wir irgendwann den Gipfel auf und kehren um.

Zurück am Pass wenden wir uns Richtung Norden und steigen in einer halben Stunde zum gemütlichen Berggasthaus Refugio de Juanar ab. Dort werden wir freundlich am Kamin empfangen, in dem das Feuer prasselt. Bei Kaffee und Kuchen sind Regen und Matsch schnell vergessen. Der Bus steht auch schon für uns bereit, und so landen wir gegen 16:30 Uhr wieder im Hotel.

Karte, Höhenprofil und GPS der Tour zum Refugio El Juanar

Samstag: Ein Tag ohne Wandern im Marbella

Heute stimmt die Wetterprognose. Das bedeutet, es wird den ganzen Tag regnen. So sparen wir uns diverse Pläne wie eine zusätzliche Wanderung oder den Ausflug nach Malaga und bleiben in Marbella.

Erstmal machen kleine Grüppchen ihr eigenes Programm. Mittags treffen wir uns, um in der Nähe der Markthalle Tapas essen zu gehen. Hier sitzen wir vor einer sehr authentischen Tapabar namens Taberna Vargas unter der Markise. Das Gasfeuer flackert und wir probieren diverse spanische Köstlichkeiten. Von gebratenen Paprikas über Fleischbällchen in Mandelsoße bis zu Serrano-Schinken und Manchego-Käse kommt alles gut an.

Regentag in Marbella.
Regentag in Marbella.

Das bedeutet aber nicht, dass nicht noch Platz für Kaffee und Kuchen wäre. Letzteres nehmen wir dann im Café ein, das am Rande des Alameda-Parks direkt gegenüber von unserem Hotel liegt. So bringt man auch einen Regentag gut rum …

Sonntag: Ruta de Pozuelo und Abstieg nach Ojén

Die nächste Wanderung startet in El Juanar, wo wir die letzte beendet haben. Auch heute hadern wir wieder mit dem Wetterbericht. Es war uns Sonne versprochen worden, stattdessen ist es bewölkt und es regnet auch immer mal wieder – glücklicherweise aber jeweils nur ein paar Tropfen. So richtig gemütlich ist es trotzdem nicht und das Geläuf ist oft rutschig. Aber so ist das halt mal in den Bergen, auch in den andalusischen.

Startpunkt der Ruta de Pozuelo
Startpunkt der Ruta de Pozuelo

Wir absolvieren zuerst die Ruta de Pozuelo. Die startet am Refugio de Juanar und umrundet den darüber liegenden Gipfel. Tolle Bergpfade ziehen sich auf und ab durch Macchia und Kiefernhaine, und sogar die seltenen Igeltannen bekommen wir hier zu sehen – sie wachsen nur hier und in einem kleinen Gebiet in Marokko. Zwischendurch öffnet sich immer wieder auch der Wolkenvorhang und wir schauen weit über die endlosen Bergketten Andalusiens: Sierra Blanca, Sierra de las Nieves, Serranía de Ronda, Sierra Bermeja … und wie sie alle heißen.

Nach der Runde streifen wir noch einmal das Gelände des Refugios und legen kurz danach unser Mittagspicknick ein. Von dort aus geht es dann hinab nach Ojén. Der Weg führt den steilen Hang hinunter, aber die weiten Serpentinen und der weiche Waldboden machen den Abstieg vergleichsweise angenehm.

Dorfplatz von Ojén
Dorfplatz von Ojén

Den tollen Blick auf das weiße maurische Dorf Ojén hinab haben wir schon eine ganze Weile gehabt, als wir den Ortseingang erreichen. Wir steuern zielstrebig den Dorfplatz an und entern eine Bar. Nun scheint plötzlich sogar mal für längere Zeit in die Sonne, so dass wir angenehm draußen auf dem Platz sitzen und unseren Kaffee genießen können. Rund um uns herum spielt das spanische Leben – in traditionellem Ambiente rund um die Kirche und den Dorfbrunnen.

Um vier Uhr holt uns unser Busfahrer am Ortseingang wieder ab.

Mehr Infos zur Tour siehe bei > GPS-Track, Karte & Höhenprofil der Wanderung El Pozuelo – Ojen.

Montag: Wandern in der Sierra de Mijas

Die Sierra de Mijas liegt etwas östlich der Sierra Blanca, in der wir bislang gewandert sind. Unser Bus bringt uns an den oberen Ortsrand von Mijas, an dem wir die Tour starten.

Bergpfade über Mijas
Bergpfade über Mijas

Nach wenigen Schritten schon erreichen wir eine Kapelle, die idyllisch unter ein paar Kiefern am Hang liegt. Weiter aufwärts steigen wir über eine felsige und serpentinenreiche Strecke. Immer weiter schraubt sich der Pfad durch Felslandschaften, die mit Macchia und ab und zu ein paar prächtigen Kiefern bestanden sind. Nach 360 Höhenmetern gibt es zwei Optionen: Ein Teil der Gruppe wandert auf einem bequemen Höhenweg Richtung Westen, der andere Teil steigt noch weiter hinauf.

Der Weg wird steiler und schmaler, wird zum Ziegenpfad und ist manchmal kaum noch zu erkennen. Über einen Rücken geht es stetig bergan, bis wir fast die 1.000 m Höhenlinie erreicht haben. Die Blicke sind umwerfend. Im Norden erkennen wir die schneebedeckte Sierra de Malaga und im Nordosten die mit fast 3500 m höchsten Berge des spanischen Festlands in der Sierra Nevada – wie der Name schon sagt, auch von Schnee bedeckt.

Wir wenden wir uns Richtung Südwesten und steigen langsam über Bergpfade hinab zum Treffpunkt mit dem anderen Teil der Gruppe. Der Treffpunkt liegt an einem schönen Aussichtspunkt, und so bleiben wir hier gleich auch zum Picknick. Die Tour ist aber noch lange nicht vorbei, denn der längere Teil liegt noch vor uns.

Bergpfade und Kiefern in der Sierra de Mijas
Bergpfade und Kiefern in der Sierra de Mijas

Wir steigen weiter ab. Weite Serpentinen führen durch ein nun zunehmend dichter von Bäumen bestandenes Gebiet. Wir durchqueren tief eingeschnittene Täler und steigen immer auch mal wieder ein Stück hinauf. In stetigem Auf und Ab windet sich die Route durch die Berge, später immer weiter auf die Ostrichtung einschwenkend. Unter uns haben wir die ganze Zeit die Küste und das Meer im Blick.

Irgendwann passieren wir einen beeindruckenden Marmorsteinbruch und dann endet der Bergpfad wieder an der anfangs schon erwähnten Kapelle. So ist es dann nur noch ein kurzes Stück bis zum oberen Ortsrand und durch die schmalen Gassen des beeindruckenden Ort Mijas hinab ins Zentrum. An der Kirche treffen wir auf die ersten einladenden Plätze und Bars, aber wir gehen noch ein Stück weiter zum Mirador del Compas. Hier schieben wir ein paar Tische in der Sonne zusammen und genießen den Abschluss der Wanderung bei Kaffee und Biergetränken.

Die Gassen von Mijas
Die Gassen von Mijas

Um 17:00 h treffen wir uns mit dem Busfahrer, der uns zurück nach Marbella bringt. Wir fahren zum Hotel, einige steigen aus und andere bleiben noch ein Stück im Bus sitzen, um im Busbahnhof Marbellas Tickets für morgen zu kaufen.

Mehr Infos zur Tour siehe bei > GPS-Track, Karte & Höhenprofil der Wanderung bei Mijas.

Dienstag: Ausflug nach Ronda oder wandern auf der Vereda del Faro

Heute ist wieder ein Tag zur freien Verfügung. Einige fahren mit dem Linienbus nach Ronda, um diese berühmte andalusische Stadt kennenzulernen. Andere nutzen das perfekte Wetter für eine weitere Wanderung.

Mit dem Bus der Linie 2 geht es hinauf zum Busbahnhof. Von dort wandern wir noch ein Stück auf dem Bürgersteig, bis wir die Bergwildnis erreichen. Schlagartig ändert sich die Landschaft. Mit einem Schritt haben wir den Trubel der Stadt verlassen und befinden uns gefühlt weit weg von aller menschlicher Betriebsamkeit.

Der El Juanar über Marbella
Der El Juanar über Marbella

Der Weg ist außerordentlich abwechslungsreich. Er führt bergauf und bergab, durch Macchia und Bergwald, mal durch tiefe Schluchten und mal auf aussichtsreichen Rücken. Der klare Blick geht weit hinauf in die Berge und auf den Gipfel des Juanar, aber auch weit hinab an die Küste, wo hinter der im Sonnenlicht leuchtenden Bebauung Marbellas das Meer in der Sonne glitzert. Selbst der Felsen von Gibraltar ist zu sehen.

Die felsigen Pfade erfordern etwas Kraft und Konzentration, aber die tolle Landschaft entschädigt für alle Mühen. In einem großen Bogen und über mehrere Pässe erreichen wir schließlich die Route, über die wir vor einigen Tagen zum wolkenverhangenen Puerto de Marbella aufgestiegen sind.

Pfade in der Vereda del Faro
Pfade in der Vereda del Faro

Nun noch ein Stück abwärts bis zum Friedhof, ein Stück Bürgersteig bis zum Shopping Center La Cañada und dort nach wenigen Minuten Wartezeit in den nächsten Bus zum Strand.

In der Gaststätte El Bodegón gönnen wir uns diverse Montaditos, kleine Mini-Baguettes mit einer riesigen Auswahl an verschiedenen Belagen. Von Gambas über Anchovis und Calamares bis zur Tortilla ist alles mögliche dabei, die Speisekarte zeigt etwa 120 verschiedene Optionen zu ausgesprochen günstigen Preisen.

Den späteren Nachmittag verbringt wieder jeder nach seinem Gusto und wir treffen uns um kurz nach sieben zum gewohnten Briefing für den nächsten Tag.

Karte, Höhenprofil und GPS-Track der Wanderung La Vereda del Faro

Mittwoch: Wandern bei Casares

Heute haben wir mit ca. einer Stunde unseren längsten Transfer zum Wanderstart geplant. Ausgerechnet heute gab es aber einen dicken Stau vor Marbella, durch den unser Bus erst mit einer Stunde Verspätung ankommen konnte. Die Laune hat uns das trotzdem nicht verhagelt und wir genießen die anschließende Fahrt durch die Landschaft.

In Casares angekommen durchqueren wir mit dem Bus noch den Ort, um dann dahinter in einer weiten Linkskurve auszusteigen. Hier beginnt unsere Wanderung.

Das Dorf der Geier: Casares
Das Dorf der Geier: Casares

Nach ein paar Metern auf einen Feldweg biegen wir vor einer Finca links ab und befinden uns wieder auf unseren gewohnten Bergpfaden. Durch eine reiche Vegetation steigen wir immer weiter hinauf.

Am Himmel entdecken wir plötzlich viele Geier. Sie kreisen über unseren Köpfen, als wir etwas Höhe erreicht haben sogar unterhalb von uns, und nutzen dabei den frischen Wind. Später zählen wir mehr als 20 … also 2 Geier pro Wanderer …

So viele Geier wie bei Casares sieht man selten.
So viele Geier wie bei Casares sieht man selten.

Nach etwa 240 Höhenmetern Aufstieg erreichen wir das geschlossene Refugio Sierra Crestalina. Hier legen wir eine Trinkpause ein und erledigen auch sonst alles Nötige. Wenige Schritte weiter, und wir erreichen den Höhenweg, der sich unterhalb der markanten Geierfelsen entlang schlängelt. Auf diesem wandern wir recht bequem Richtung Norden.

Knapp zwei Stunden nach dem Wanderstart erreichen wir den Abzweig zum Cerro de las Chapas. Zusammen steigen wir noch ein Stück auf, suchen uns ein geeignetes Plätzchen im Korkeichenwald und packen unser Picknick aus.

Korkeichen bei Casares
Korkeichen bei Casares

Einige wenden sich nach der Pause dem Cerro de las Chapas (946 m) zu. Noch kurz auf einer Forstpiste, dann auf schmalem Bergpfad durch felsiges Gelände streben wir über 200 weitere Höhenmeter dem Gipfel zu. Hier pfeift der Wind durch offenes Gelände und es wird relativ frisch. Trotzdem kommen wir beim Aufstieg ordentlich ins Schwitzen.

Abstieg vom Cerro de las Chapas.
Abstieg vom Cerro de las Chapas.

Auf dem Gipfel auf über 900 m werden wir von einer fantastischen Aussicht in alle Richtungen belohnt. Der Felsen von Gibraltar z.B. ist zum Greifen nah. Da es hier aber bei dem kühlen Wind nicht sonderlich gemütlich ist und wir die anderen nicht zu lange warten lassen wollen, steigen wir bald wieder ab.

Die großen Herausforderungen sind für heute bewältigt, als wir den Abstieg Richtung Casares beginnen. Nun folgen wir einer Forststraße bis zu dem malerisch gelegenen weißen Dorf. Schon von weitem sehen wir, wie Casares auf einem Bergsporn thront, überragt von einem markanten Kirchturm.

Der Lavendel begrüßt den Frühling.
Der Lavendel begrüßt den Frühling.

Im Ort selber gelangen wir durch schmale Gassen an die Plaza und identifizieren schon mal die Bar für den Kaffee. Vorher schauen wir uns aber noch das Gelände der alten Burg am südlichen Ende des Ortes an. Von der Burg ist nicht mehr allzu viel übrig, aber die Lage der Ruinen, die dortige große Kirche und die engen Gassen des darunter liegenden Ortes sind sehr eindrucksvoll.

Der Kaffee gehört zum Abschluss der Wanderung dazu.
Der Kaffee gehört zum Abschluss der Wanderung dazu.

Nun aber zurück zur Bar, die auch sehr leckeren Kuchen anbietet. Von jeder Sorte wird ein Stück bestellt, so dass jeder mal alles probieren kann. Anschließend noch ein Stück wieder zurück und an der Durchgangsstraße rechts abbiegend erreichen wir den Bus, der dort auf uns gewartet hat.

Karte, Profil und GPS-Track der Wanderung bei Casares

Donnerstag: Aussichtstour zwischen El Juanar und La Concha

Den letzten Wandertag beginnen wir noch einmal am uns schon gut bekannten Refugio del Juanar. Wir wandern durch Olivenhaine auf den felsigen Kamm hinauf, den wir von Marbella aus permanent vor Augen hatten.

Zuerst relativ gemütlich auf Forstpisten, später auf steilen, felsigen Pfaden durch den schattigen Wald geht es aufwärts. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und als wir den Rücken erreichen, schauen wir auf der anderen Seite hinunter auf Marbella und das Meer. Die Fernsicht ist zwar nicht ganz ungetrübt, aber die Sonne scheint und das Wetter ist perfekt zum Wandern.

An der steilen Wand des Salto de Lobos.
An der steilen Wand des Salto de Lobos.

Nach einer Trinkpause ziehen wir weiter Richtung Südwesten, immer auf dem Kamm in Höhen zwischen 1100 und 1200 m. Da wir den selben Weg wieder zurück kommen, kann jeder nach seinem Gusto abbrechen. Das machen auch die meisten irgendwann, aber ein kleinerer Teil der Gruppe erreicht schließlich den Aussichtspunkt oberhalb der Felsbastion La Concha.

Da der Gipfel von La Concha zwar etwas unterhalb von uns liegt, aber noch ein ganzes Stück entfernt ist, planen wir spontan um. Statt La Concha (1215 m) steigen wir auf den Cerro de Lastomar (1276 m), der direkt über uns auffragt. Bald haben wir den Gipfel erreicht und legen ein Picknick ein.

Auf dem Cerro de Lastomar
Auf dem Cerro de Lastomar.

Auch hier ist die Aussicht wieder fantastisch. Vor allem die schroffen Bergketten im Hinterland der Costa del Sol liegen beeindruckend im Wechselspiel zwischen Sonne und Schatten. Hier wird deutlich, dass Spanien wirklich ein Gebirgsland ist.

Nach der Gipfelpause geht es auf dem selben Weg wieder zurück, den auch die Verkürzer schon eingeschlagen haben. Wir treffen uns erst im sonnigen Hof des Refugio wieder, wo wir ein letztes Mal den Postwanderkaffee und den dazugehörigen Kuchen genießen.

Nach der Rückfahrt zum Hotel, der Dusche und dem allgemeinen Wiederherrichten weichen wir aber doch von unserer üblichen Routine ab. Heute treffen wir uns nämlich schon eine Stunde vor dem Abendessen auf der Dachterrasse des Hotels, wo Aperol spritz das beliebteste Getränk wird. So genießen wir die letzten Sonnenstunden unseres letzten Wandertages, bevor sich die Gedanken auf den morgigen Heimreisetag richten.

Karte, Profil und GPS der Wanderung auf den Cerro de Lastomar

Freitag: Heimreise über Malaga nach Frankfurt

Der Anreisetag bietet komfortable Zeiten. Im Hotel muss man erst um 12 Uhr auschecken, und um 12 Uhr kommt dann auch der Bus, der uns zum Flughafen nach Malaga bringt. Dort haben wir noch einiges an Wartezeit zu überbrücken, bevor die Maschine nachmittags Richtung Frankfurt startet.

Schöne Erinnerungen und Vorfreude auf die nächste Tour

Mittlerweile sind alle wieder zu hause angekommen und zehren hoffentlich noch möglichst lange von tollen Urlaubserlebnissen und den interessanten Gesprächen in einer sehr angenehmen Gruppe.

Für das nächste Jahr steht als Frühlingswanderreise dann voraussichtlich Korfu auf dem Programm. Die Tour soll im Mai stattfinden. Den Planungsstand zu Korfu und aktuelle Infos zu den weiteren Wanderreisen findet Ihr immer unter trekkingguide.de/termine.

2 Kommentare

  1. Für mich war es zum ersten Mal eine Wanderreise in einer Gruppe und es war eine tolle
    Erfahrung. Alles war super organisiert und die Informationen während der Wanderungen
    waren für mich sehr beeindruckend. Auch die Gruppe hat sich sehr gut verstanden und ich denke, dass es für mich nicht die letzte Reise dieser Art war. Ein toller Urlaub, den ich nur empfehlen kann.

  2. Hallo Andreas,
    Vielen lieben Dank für den tollen Bericht. Die Wanderreise war mal wieder ein Genuss für Augen, Füße und Bauch 😉
    Ich freue mich schon auf die nächste Wanderung…

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