Wandern – Trekking – Radfahren
Regenhose

Die richtige Regenhose finden …

Eine Regenhose zu kaufen ist nicht so einfach. Ich habe eine Reihe von Kriterien, die man kaum irgendwo mal in einer Regenhose vereint findet.

Ist die Regenhose dicht?

Zuerst, und das ist ja eigentlich klar, sollte die Regenhose wasserdicht sein. Das heißt, sie sollte entweder komplett dicht sein, oder mit einer Membran so ausgestattet, dass sie atmungsaktiv ist, aber mindestens 8.000 mm Wassersäule aushält. Regenhosen mit 3.000 mm Wassersäule reichen gerade mal für den Gang durch die Fußgängerzone, für längere Wanderungen sind die aber ungeeignet.

Durchgehende Reißverschlüsse

Die Regenhose sollte je einen fast durchgehenden Reißverschluss außen an beiden Hosenbeinen besitzen, damit ich nicht immer erst die Wanderschuhe ausziehen muss, wenn es anfängt zu regnen. Das Problem dabei ist, dass häufig die Schnallen oder Druckknöpfe am Ende der durchgehenden Reißverschlüsse genau dort liegen, wo der Hüftgurt des Rucksacks auf den Beckenknochen aufliegt.

Daher finde ich Hosen viel besser geeignet, die an den Seiten keinen komplett durchgehenden Reißverschluss haben, sondern wo der Reißverschluss schon ein Stück unterhalb der Gürtellinie endet. So bekomme ich die Hose problemlos über die Wanderschuhe an- und ausgezogen, trotzdem kommt der Reißverschluss dem Rucksack nicht in die Quere.

Regenhose: Wenn man sie braucht, dann braucht man sie!
Regenhose: Wenn man sie braucht, dann braucht man sie!

Schnell auf und zu

Falls man sich mal in die Büsche schlagen muss, sollte die Regenhose nicht zu kompliziert zu öffnen sein. Wenn die Regenhosen sich an den Seiten öffnen lässt, die darunter getragene Wanderhose aber unterm Bauchnabel, dann ist das meist etwas kompliziert. Und besonders im Regen will man sich mit dem Öffnen (als Mann) oder dem An- und Ausziehen (als Frau) auch nicht lange aufhalten.

Rukudiku … Wasser im Schuh

Ein weiteres Kriterium ist der Abschluss an den unteren Hosenbeinen. Oft ist hier ein umlaufendes Gummi eingenäht, dass die Regenhose eng an die Schuhe bringen soll. Das ist aber aus meiner Sicht völliger Unfug. Erfahrungsgemäß rutscht nach einigen Schritten, besonders, wenn man im Gebirge steigen muss, das enge Bündchen hoch und bleibt oberhalb der Schuhe hängen. Das führt dazu, dass ablaufendes Regenwasser nicht über die Schuhe läuft, sondern in sie hinein. Daher achte ich immer auf relativ weite Abschlüsse an den unteren Hosenbeinen und eine gewisse Länge der Hosenbeine, die auch mit angewinkelten Beinen noch über die Schuhe reichen muss.

Am besten, man braucht die Regenhose nicht

Dann soll die Hose natürlich auch bezahlbar sein. In der Regel trage ich die Hose die meiste Zeit nur im Rucksack mit mir herum. Dafür möchte ich nicht Summen um die 250 € bezahlen.

Und weil die Regenhose ja meist nur zur Sicherheit dabei ist, sollte sie im Rucksack weder viel Platz einnehmen, noch viel wiegen. Okay wären so um die 200 – 350 g.

Für den Fall des Falles: Regenhose immer im Rucksack!
Für den Fall des Falles: Regenhose immer im Rucksack!

Und welche nehme ich nun?

Wenn man all diese Kriterien beachtet, dann fallen die meisten am Markt befindlichen Regenhosen durch. Ich hatte letztes Jahr eine schöne Regenhose namens Crest gefunden (von der Firma Cox Swain), aber die ist nun leider nicht mehr erhältlich. Jetzt gehe ich erneut auf die Suche.

Falls ich etwas finde, was all diesen Kriterien entspricht, werde ich Euch das hier mitteilen. Bis dahin empfehle ich die Regenhose Marmot Regenhose PreCip Eco Full Zip. Die erfüllt zwar nicht alle Kriterien (dicke Klettverschlüsse auf den Hüftknochen stören beim Rucksacktragen und falls man mal in die Büsche muss, ist das immer etwas mühsam …), mit der bin ich aber trotzdem die letzten Jahre ganz gut unterwegs gewesen.

Falls Ihr einen Tipp für mich habt … immer her damit!

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