Wanderung Burg Hanstein & Teufelskanzel

Im Dreiländereck zwischen Hessen, Thüringen und Niedersachsen verbirgt sich ein unbekanntes, aber sehr attraktives Wandergebiet. Hier findet der Wanderer z.B. das Grüne Band, den Werraburgensteig oder viele Wanderziele in Form von hoch aufragenden Burgen, malerischen Fachwerkdörfern oder markanten Felslandschaften hoch über der Werra. Zwei Highlights für Wanderer sind die Burg Hanstein und die Teufelskanzel.

Burg Hanstein
Burg Hanstein

Anfahrt, Tourdaten, Überblick

Die hier vorgestellte Route lässt sich gut per Bus und Bahn organisieren. Ausgangspunkt für die ÖPNV-Variante ist Bad Sooden – Allendorf. Wer im PKW unterwegs ist, kann auch direkt in Werleshausen starten.

Tourdaten: Gehstrecke 21 km, Höhenmeter +/-350 hm, Gehzeit 5:00 h

Die Wander-Route verläuft von Werleshausen über die Burg Hanstein, die Teufelskanzel und Allendorf zum Bahnhof nach Bad Sooden – oder von der Teufelskanzel über Lindewerra zurück nach Werleshausen.

Burg Hanstein
Die Burg Hanstein – auch im Spätwinter ein Wanderziel.

Wegbeschreibung

Mit dem Linienbus fährt man vom Bahnhof Bad Sooden-Allendorf zur Bushaltestelle Werleshausen. Die liegt an der Bundesstraße und man muss nur über eine Fußgängerbrücke auf die andere Werra-Seite spazieren, um Werleshausen zu erreichen.

Von hier geht es aufwärts durch die Gärten und Felder. Man kreuzt die Bahnlinie und knapp oberhalb hält man sich dann – gegen den eigenen Instinkt und gegen die Beschilderung – nach links hinunter, um eine Kreisstraße zu erreichen.

Hier rechts hinauf, auf die Burg Hanstein zu, die man dann irgendwann sieht.

An einem Gedenkstein erreicht man das grüne Band der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Wenige Meter weiter rechts hinein in den Kolonnenweg wandert man auf der Grenze nach Bornhagen und zur Burg Hanstein, die dir dann nicht mehr zu verfehlen ist.

Werraburgensteig oder Burg Hanstein?
Nicht verwirren lassen: dem Werraburgensteig (X5) folgen!

Die Burg Hanstein

Nach einer Besichtigung der sehr interessanten Burg geht es am Garni-Hotel Zweiburgenblick und über den großen Parkplatz sanft ansteigend Richtung Teufelskanzel – die auch immer wieder ausgeschildert ist.

Man hat die Wahl, sich im Wald halbrechts haltend auf schmalen Pfaden zu bewegen, oder dem etwas breiteren Forstweg zu folgen (Schilder weisen die Wege). Schöner sind natürlich die schmalen Pfade, zumal sie an einigen Klippen vorbei laufen.

Die Teufelskanzel

Die größte Klippe am Weg ist die Teufelskanzel, die man wenige Meter vor der gleichnamigen Hütte erreicht. Sie reckt sich wie eine wirkliche Kanzel weit über das Werratal, und direkt darunter liegt die Werraschleife.

Eine Einkehr in der Waldhütte ist unbedingt zu empfehlen. Die Hütte ist innen und außen sehr urig – so, wie man sich eine Wanderhütte vorstellt. Und bei schönem Wetter kann man auch wunderbar draußen sitzen.

Teufelskanzel
Die Hütte an der Teufelskanzel.

Der Abstieg

Ein interessanter Abstieg wäre nach Lindewerra möglich, um zum Ausgangspunkt in Werleshausen wieder zurück zu wandern. Das wäre z.B. für Wanderer mit eigenem Auto zu empfehlen.

Wir aber folgen der Route Richtung „Ausgespann“ (Schilder), um über die Höhen oberhalb der Werra erst nach einiger Zeit sanft Richtung Wahlhausen abzusteigen. Oberhalb von Wahlhausen wandern wir weiter durch die Felder, und erreichen so den Ortsrand von Allendorf.

Die Richtung aufs Zentrum zu erkennen wir bald über einen Turm der alten Stadtbefestigung. An ihm vorbei betreten wir die wunderbar erhaltene Fachwerkstadt Allendorf.

Auf dem Marktplatz lässt es sich gut einkehren, aber auch unter der alten Werrabrücke sitzt man sehr schön direkt am Fluss. Auf der anderen Seite der Werra ist nach wenigen Minuten der Bahnhof Bad Sooden-Allendorf wieder erreicht.

Allendorf
Allendorf: eine der besterhaltenen Fachwerkstädte überhaupt.

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