Sexten in den Dolomiten: Skifahren, Wandern und Ruhe im Hochpustertal

Sexten liegt im östlichen Hochpustertal und gehört zu den Orten, in denen die Dolomiten besonders nah wirken. Die Sextner Dolomiten, seit 2009 Teil des UNESCO-Welterbes, erheben sich über dem Tal wie eine Mauer aus hellem Fels. Berühmt sind die Drei Zinnen, die im Licht der Morgensonne rötlich glühen und zu den bekanntesten Bergmotiven der Alpen zählen.

Blick auf die Marmolada-Gruppe im Winter (Martin Moutayrek - stock adobe com)
Blick auf die Marmolada-Gruppe im Winter (Martin Moutayrek – stock adobe com)

Der Ort selbst ist klein und ruhig geblieben. Almwiesen reichen bis an die Häuser, Wege beginnen oft direkt im Dorf, und im Winter verwandelt sich das Tal in ein Skigebiet mit weiten Hängen und breiten Pisten.

Skifahren rund um die Drei Zinnen

Das Skigebiet Drei Zinnen Dolomiten verbindet mehrere Täler und bietet Abfahrten mit Blick auf die berühmten Felstürme. Besonders beliebt sind die Pisten am Helm und im Skigebiet Rotwand, die sich über ruhige Hänge ziehen und sich auch für Familien eignen. Für Langläufer führt eine Loipe durch das Fischleintal, vorbei an verschneiten Almen und Felswänden.

Wer abseits der Piste unterwegs sein möchte, findet Schneeschuhrouten und Winterwanderwege, auf denen sich die Dolomiten in aller Ruhe betrachten lassen. Besonders eindrucksvoll ist das Fischleintal bei Sonnenuntergang, wenn die Gipfel rot leuchten.

Für Einsteiger bieten die Skischulen der Region Kurse in kleinen Gruppen an, und die breiten, sanft geneigten Hänge erleichtern die ersten Schwünge. Wer sicher auf den Skiern steht, findet lange Abfahrten mit Panorama, auf denen sich Rhythmus und Technik verfeinern lassen.

Gibt es Wellnesshotels in Sexten die Ski in Ski out bieten?

Ja, und Bad Moos ist dafür das bekannteste Beispiel. Das Vier-Sterne-Superior-Haus liegt am Eingang des Fischleintals direkt an den Pisten des Skigebiets Drei Zinnen, und die Lifte der Rotwand sind unmittelbar vor dem Hotel zu erreichen. Im Spa Termesana auf rund 2.500 Quadratmetern stehen Pool, Hydromassage, Saunen und Ruheräume bereit, gespeist von einer Schwefelquelle im Fischleintal, deren Badetradition in Moos bis ins Jahr 1765 zurückreicht.

Zu den Häusern in Sexten, die Wellness und Skiurlaub verbinden, zählen unter anderem:

1. Bad Moos Dolomites Spa Resort: Vier-Sterne-Superior-Hotel direkt an den Pisten mit großem Spa auf rund 2.500 Quadratmetern.

2. Berghotel Sexten: ein Haus im Hochpustertal in Sexten.

3. Hotel Rainer: ein weiteres Haus in Sexten.

Sommer in Sexten: Wanderungen mit Weitblick

Sobald der Schnee schmilzt, öffnen sich die Wege in die Berge. Der Rundweg um die Drei Zinnen zählt zu den bekanntesten Touren der Dolomiten und führt in wenigen Stunden an Hütten, Seen und Felswänden vorbei. Weniger anstrengend ist der Weg durch das Fischleintal zur Talschlusshütte, der auch für Familien gut zu bewältigen ist.

Mountainbiker finden Strecken in allen Schwierigkeitsgraden, und wer lieber ruhig unterwegs ist, nutzt die Radwege im Tal. Zwischen den Touren lohnt sich eine Einkehr auf einer der Almen, bei der Knödel, Käse und Südtiroler Wein auf den Tisch kommen. Wer früh startet, erlebt die Zinnen im weichen Morgenlicht und hat die Wege fast für sich, bevor am späten Vormittag mehr Wanderer unterwegs sind.

Kultur und Geschichte im Hochpustertal

Die Region trägt Spuren des Ersten Weltkriegs, als sich entlang der Dolomiten die Front zog. Im Freilichtmuseum am Monte Piana, nicht weit von Sexten, lassen sich Stellungen und Wege besichtigen, und die Landschaft erzählt von einer Zeit, in der Gipfel zu Schauplätzen wurden. Wer sich dafür interessiert, kombiniert einen Besuch mit einer Wanderung und nimmt sich Zeit für die Informationstafeln, die den Hintergrund erläutern.

Kulinarik und Einkehr

Die Küche verbindet tirolerische und italienische Einflüsse. Schlutzkrapfen, Gerstensuppe und Kaiserschmarrn gehören zu den Gerichten, die nach einer Tour besonders gut schmecken, und im Herbst kommen Pilze und Wild auf die Speisekarten. Zum Abschluss eines Tages passt ein Stück Apfelstrudel oder ein Glas Vernatsch, den die Gasthöfe der Gegend gern ausschenken.

Die beste Reisezeit

Für Skifahrer ist der Zeitraum von Dezember bis März ideal, im Sommer locken die Monate Juli bis September mit stabilem Wetter. Der Herbst ist ruhiger, mit klarer Luft und gelbem Laub in den Lärchenwäldern.