Zwischen Schlern, Langkofel und Plattkofel erstreckt sich die Seiser Alm auf rund 1.800 bis 2.300 Metern Höhe. Europas größte Hochalm bietet zahlreiche Möglichkeiten, mehrere Urlaubstage abwechslungsreich zu gestalten. Von Compatsch aus führen Wanderwege zu aussichtsreichen Höhenzügen, bewirtschafteten Almhütten und anspruchsvolleren Bergtouren. Auch Mountainbiker finden abwechslungsreiche Strecken durch die Dolomitenlandschaft.

Puflatsch: Rundwanderung mit Blick auf die Dolomiten
Eine lohnende Tour führt von Compatsch auf den Puflatsch. Die rund 8,4 Kilometer lange Rundwanderung dauert ungefähr zweieinhalb Stunden und überwindet 413 Höhenmeter. Wer den ersten Anstieg vermeiden möchte, nutzt den Telemix Puflatsch.
Oben angekommen führt der Weg zunächst zur Engelsrast, einem Aussichtspunkt mit Blick auf Schlern, Langkofel und Plattkofel. Anschließend geht es zum Filln Kreuz und zu den Hexenbänken. Die auffälligen Felsformationen verdanken ihren Namen einer alten Sage über Hexentänze. Über das Goller Kreuz führt die mittelschwere Route zurück nach Compatsch.
Panoramawanderung über Piz und Saltria
Wer eine längere Wanderung sucht, kann die rund 15,8 Kilometer lange Panoramarunde von Compatsch über Piz, Saltria und Joch wählen. Für die mittelschwere Strecke sind ungefähr viereinhalb bis fünf Stunden und 546 Höhenmeter im Aufstieg einzuplanen.
Der Weg führt zunächst in Richtung Piz, wo sich die Aussicht auf das Grödnertal öffnet. Besonders eindrucksvoll erscheinen von hier die Felswände des Langkofels und Plattkofels. Nach dem Abstieg nach Saltria folgt der Gegenanstieg zum Joch. Unterwegs bieten mehrere Almhütten Einkehrmöglichkeiten. Die Runde eignet sich für Wanderer, die einen ganzen Tag auf der Alm verbringen möchten.
Welches Hotel auf der Seiser Alm eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren?
Wer mehrere Tage auf der Hochalm verbringen möchte, profitiert von einer Unterkunft direkt am Wegenetz. Das Plaza Easy Living in Compatsch bietet dafür eine günstige Ausgangslage. Sowohl die Puflatsch-Runde als auch verschiedene Panorama- und Mountainbikestrecken beginnen in unmittelbarer Umgebung.
Das Hotel bietet Halbpension mit Frühstücksbuffet und abendlichem Fünf-Gänge-Menü sowie Salat- und Vorspeisenbuffet. Parkplatz und Internet sind ebenfalls eingeschlossen. Gerade bei einem mehrtägigen Aktivurlaub ist die Lage praktisch, weil sich unterschiedliche Touren ohne tägliche Anfahrt ins Tal planen lassen.
Mit dem Mountainbike zur Mahlknechthütte und nach Saltria
Die Seiser Alm lässt sich auch auf zwei Rädern erkunden. Eine abwechslungsreiche Rundtour führt von Compatsch über die Mahlknechthütte, die Tirler Alm und den Zallinger nach Saltria. Anschließend geht es über die Almstraße zurück zum Ausgangspunkt.
Die als MTB-Hütten-Tour 253 ausgeschilderte Strecke ist rund 22,6 Kilometer lang und umfasst etwa 825 Höhenmeter im Aufstieg. Sie verläuft überwiegend über befestigte Wege und Forststraßen, enthält jedoch auch steinige Passagen. Besonders die Abfahrt vom Zallinger in Richtung Monte Pana verlangt Fahrtechnik. Weniger geübte Radfahrer können stattdessen die kürzere Verbindung über den Weg 253 nach Saltria wählen.
Wie lassen sich drei Aktivtage sinnvoll gestalten?
Für einen dreitägigen Aufenthalt bietet sich eine Kombination unterschiedlicher Strecken an:
- Tag 1: Puflatsch-Rundwanderung mit Engelsrast und Hexenbänken, etwa 8,4 Kilometer.
- Tag 2: Panoramawanderung über Piz, Saltria und Joch, rund 15,8 Kilometer.
- Tag 3: Mountainbike-Hütten-Tour über Mahlknechthütte und Zallinger, etwa 22,6 Kilometer.
Die Reihenfolge lässt sich an Wetter und Kondition anpassen. Wer nach zwei längeren Etappen einen ruhigeren Tag bevorzugt, kann den Puflatsch auch auf einer kürzeren Wanderung ab der Bergstation erkunden.
Anreise und Mobilität auf der Hochalm
Die Zufahrt nach Compatsch ist für private Fahrzeuge grundsätzlich zwischen 9 und 17 Uhr gesperrt. Besucher erreichen die Hochalm während dieser Zeit mit der Seiser Alm Bahn oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Für die Rückfahrt ins Tal gelten andere Regelungen.
Da Bergbahnen und Hütten saisonabhängig betrieben werden, sollten Wanderer und Radfahrer vor dem Start die aktuellen Öffnungszeiten prüfen. Besonders im Frühjahr und Spätherbst können Schnee und wechselnde Wetterbedingungen einzelne Touren einschränken.