Straubing am Donauradweg: Ein Standort für Etappen- und Rundtouren an der Donau

Der Donauradweg bei Straubing
Der Donauradweg bei Straubing

Straubing eignet sich für Radtouren am Donauradweg auf zwei Arten: als Etappenort zwischen Regensburg und Deggendorf und als Ausgangspunkt für die Rundtour „Donau im Wandel“. Die Stadt liegt direkt an der Donau und verbindet damit eine mehrtägige Radreise mit einer knapp 50 Kilometer langen Tagestour, bei der die Flusslandschaft selbst im Mittelpunkt steht.

Welche Variante passt, hängt vor allem davon ab, ob du täglich den Standort wechseln oder mehrere Touren von einer Unterkunft aus unternehmen möchtest. Für beide Reiseformen hilft es, die Tagesdistanz nicht isoliert zu betrachten: Anreise, Gepäck, Pausen und ein möglicher Stadtbesuch gehören ebenfalls in die Planung. Wer eine mehrtägige Tour vorbereitet, kann Straubing deshalb als Etappenziel fest einplanen oder bewusst mehrere Nächte als Basis wählen.

Herbstmorgen am Donauradweg
Herbstmorgen am Donauradweg

Straubing am Donauradweg: Etappen sinnvoll planen

In der Etappenplanung liegt Straubing an einer gut greifbaren Stelle: Für die Strecke von Regensburg nach Straubing müssen rund 48 Kilometer eingeplant werden; von Straubing nach Deggendorf sind es etwa 38 Kilometer. Damit kommt die Stadt sowohl als Tagesziel aus Richtung Regensburg als auch als Ausgangspunkt für die Weiterfahrt Richtung Osten infrage.

Auch beim Höhenprofil unterscheiden sich die beiden Etappen nur moderat. Für Regensburg–Straubing weist die aktuelle Donauradweg-Broschüre auf 48 Kilometern rund 121 Höhenmeter aus, für Straubing–Deggendorf auf 38 Kilometern rund 66 Höhenmeter. Wer von Regensburg kommt, fährt durch die weite Landschaft des Gäubodens; nördlich der Donau zeigen sich bereits die Ausläufer des Bayerischen Waldes. Östlich von Straubing führt der Radweg weiter durch die Donauebene in Richtung Deggendorf. Kurz nach Straubing ist dabei der Bogenberg mit der Wallfahrtskirche weithin sichtbar.

Der deutsche Donauradweg ist vom ADFC weiterhin als Vier-Sterne-Qualitätsradroute eingestuft. Die Strecke gilt als steigungsarm und verläuft überwiegend auf asphaltierten Wegen; abschnittsweise kommen wassergebundene Oberflächen hinzu. Nach Angaben der Deutschen Donau führen große Teile über Wirtschaftswege sowie verkehrsarme oder verkehrsfreie Abschnitte. Für die beiden Etappen rund um Straubing bedeutet das: Die Kilometerzahl ist für die Tagesplanung meist aussagekräftiger als ein anspruchsvolles Höhenprofil.

Für eine mehrtägige Tour lässt sich Straubing dadurch unterschiedlich einbauen. Wer aus Regensburg anreist, hat mit 48 Kilometern bereits eine vollständige Tagesetappe hinter sich. Die Weiterfahrt nach Deggendorf ist mit 38 Kilometern kürzer und lässt mehr Zeit für einen Zwischenhalt, etwa am Bogenberg. Von Deggendorf aus folgen bis Passau weitere rund 60 Kilometer. Damit kann Straubing entweder zwischen zwei ähnlich langen Fahrtagen liegen oder bewusst vor einer längeren Etappe einen etwas kürzeren Abschnitt ermöglichen.

„Donau im Wandel“: eine Runde mit Flussgeschichte

Für einen Tag ohne Ortswechsel bietet sich die Rundtour „Donau im Wandel“ an. Die Tourenbeschreibung gibt die Distanz mit rund 49,4 Kilometern und jeweils etwa 20 Höhenmetern im Auf- und Abstieg an. Die Fahrt beginnt an der Straubinger Staustufe, führt donauaufwärts bis nach Pfatter und verläuft auf der anderen Donauseite zurück. Ein großer Teil der Strecke liegt auf der Deichkrone oder auf Deichhinterwegen; gefahren wird überwiegend auf wassergebundenen Kieswegen. Damit ist weniger das Höhenprofil als die knapp 50 Kilometer lange Strecke für die Tagesplanung entscheidend.

Ihr Profil erhält die Runde durch die Infotafeln: Sie vermitteln Hintergründe zur Entwicklung und zum Ausbau der Donau. Dazu kommen Ausblicke auf die Höhen des Bayerischen Waldes und die Silhouette Straubings. Die Route ist damit mehr als eine Verbindung zwischen zwei Orten; sie bietet Anlässe, unterwegs anzuhalten und die Flusslandschaft genauer wahrzunehmen. Entlang der Strecke liegen außerdem einige Einkehrmöglichkeiten in Wörth und Pfatter.

Der Rundkurs verläuft von Straubing/Kagers über Niedermotzing, Aholfing und Irling nach Pfatter. Dort wird die Donau über die Brücke der Staatsstraße gequert; die aktuelle Tourenbeschreibung weist ausdrücklich darauf hin, an dieser Stelle besonders aufmerksam zu fahren. Auf der südlichen Donauseite geht es anschließend über Geisling, Wörth an der Donau, Niederachdorf, Pondorf und Pittrich zurück nach Straubing/Kagers. Zwischen Aholfing und Gmünd liegt zudem ein Vogelbeobachtungsstand. Wer die Runde nicht nur als reine Fahrstrecke nutzt, kann dort ebenso einen Halt einplanen wie an den Infotafeln zur Natur und zum Donauausbau.

Straubing als Ausgangspunkt für weitere Radziele in Niederbayern

Wer von Straubing aus mit dem Rad in Richtung Bayerischer Wald fahren möchte, muss dafür keine lange Anfahrt einplanen. Bogen liegt nur rund 12 Kilometer von Straubing entfernt und bereits am Rand des vorderen Bayerischen Waldes. Vom Donauradweg lässt sich dort in Richtung Mittelgebirge abzweigen. Eine konkrete Möglichkeit zeigt die „Tour de Bayerwald“: Ihre erste, 53 Kilometer lange Etappe führt von Straubing zunächst entlang der Donau nach Bogen und anschließend auf dem Donau-Regen-Radweg, der teilweise der früheren Bahntrasse des „Bayerwaldbockerls“ folgt, weiter bis Blaibach. Damit ändern sich gegenüber den flachen Donauabschnitten zunehmend Landschaft und Höhenprofil.

Soll ein Teil der Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln überbrückt werden, bietet sich Bogen als nahes Ziel an. Im regulären Fahrplan verbindet die Gäubodenbahn Straubing und Bogen ohne Umstieg ungefähr im Stundentakt. Für einen Ausflug weiter in den Bayerischen Wald ist Zwiesel ein möglicher Orientierungspunkt. Der Ort liegt auf der Straße rund 70 Kilometer von Straubing entfernt. Im Regelfahrplan führt die Bahnverbindung über Plattling: Dort wird in die Waldbahn RB 35 Richtung Zwiesel beziehungsweise Bayerisch Eisenstein umgestiegen. Die RB 35 fährt zwischen Plattling und Zwiesel grundsätzlich stündlich.

Wer Bahn und Rad kombiniert, sollte vor der Abfahrt die Fahrradmitnahme für die gewünschte Verbindung prüfen. In Regionalzügen ist sie grundsätzlich möglich, bei hoher Auslastung kann der verfügbare Platz jedoch begrenzt sein. Bei Bauarbeiten oder Streckensperrungen kommen zudem teilweise Ersatzbusse zum Einsatz, in denen Fahrräder nicht oder nur eingeschränkt befördert werden. Für die Tourenplanung lohnt es sich deshalb, kurz vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan und die Hinweise zur Fahrradmitnahme abzurufen. Für reine Radtouren in den vorderen Bayerischen Wald bleibt Bogen unabhängig davon ein gut erreichbarer Ausgangspunkt, da der Ort von Straubing aus nur rund 12 Kilometer entfernt liegt.

Ankommen, parken und übernachten in Straubing

Für Radreisende ist eine Unterkunft nahe der Route besonders praktisch. Direkt am Stadtplatz liegt das komfortable Hotel in Straubing. Vom Donauradweg beziehungsweise der D-Route 6 sind es laut Bett+Bike rund 200 Meter bis zum Hotel; der Bahnhof Straubing liegt etwa einen Kilometer entfernt. Damit lässt sich das Haus sowohl bei einer Etappenfahrt als auch bei der Anreise mit der Bahn ohne längeren zusätzlichen Weg einplanen.

Wer mit dem Auto anreist und Straubing als Standquartier nutzt, kann die hauseigene Tiefgarage direkt unter dem Hotel nutzen. Für Radtouristen ist außerdem konkreter als eine allgemeine Nachfrage nach Abstellmöglichkeiten: Fahrräder können dort sicher untergebracht werden, und Bett+Bike führt das Haus als fahrradfreundliche Unterkunft. Zum dort genannten Angebot gehören unter anderem eine E-Bike-Lademöglichkeit, Gepäckaufbewahrung sowie auf Anfrage Gepäcktransfer und Leih- beziehungsweise Mieträder.

Auch eine Anreise mit Bahn und Rad lässt sich damit vergleichsweise direkt organisieren: Vom Bahnhof führt der Weg zunächst ins etwa einen Kilometer entfernte Stadtzentrum, während der Donauradweg nur rund 200 Meter vom Hotel entfernt verläuft. Wer mehrere Nächte bleibt, muss daher für Touren entlang der Donau nicht zunächst vom Stadtrand zur Route gelangen. Für Fahrten mit Regionalzügen sollte die Fahrradmitnahme dennoch vorab für die konkrete Verbindung geprüft werden, da Bauarbeiten oder Ersatzverkehre die Mitnahme zeitweise einschränken können.

Nach der Tour: Straubings Altstadt und Stadtplatz

Nach einer Etappe oder Rundtour liegt mit dem Straubinger Stadtplatz ein konkretes Ziel für den Abend nahe. Der langgestreckte Platz wird vom Stadtturm in Ludwigs- und Theresienplatz geteilt und bildet zugleich Einkaufsmeile, Fußgängerzone und historisches Zentrum. Der 68 Meter hohe Stadtturm ist das Wahrzeichen der Stadt und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Von oben reicht der Blick über die Stadtanlage bis zur Donau, zum Gäuboden und zum Bayerischen Wald.

Wer noch mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte im Zentrum allerdings das besondere Nebeneinander von Rad- und Fußverkehr beachten. Radfahren ist in der Straubinger Fußgängerzone grundsätzlich weiterhin möglich, Fußgänger haben dort jedoch Vorrang; die Stadt fordert Radfahrer ausdrücklich zu Schrittgeschwindigkeit und gegebenenfalls zum Absteigen auf. Für Radreisende lässt sich der Stadtbesuch deshalb unkompliziert an den Fahrtag anschließen, ohne die Innenstadt lediglich als Kulisse für einen allgemeinen Abendspaziergang zu behandeln.

Straubing in die nächste Donautour einplanen

Für eine Radtour entlang der Donau lässt sich Straubing auf mehrere konkrete Arten einplanen: Von Regensburg führt eine rund 48 Kilometer lange Etappe in die Stadt, nach Deggendorf sind es anschließend etwa 38 Kilometer. Wer nicht weiterziehen möchte, kann mit der knapp 50 Kilometer langen Runde „Donau im Wandel“ einen zusätzlichen Radtag von Straubing aus einlegen. Auch der Bayerische Wald ist für weitere Touren nah genug: Bogen liegt rund 12 Kilometer entfernt und markiert den Übergang vom Gäuboden zum vorderen Bayerischen Wald. Damit eignet sich Straubing sowohl als Etappenort auf dem Donauradweg als auch als tandort für mehrere Radtage mit unterschiedlichen Streckenprofilen.